Lauwersoog – Ulrum 21,095km

Mein erster Halbmarathon in Wettkampfumgebung.
Lauwersoog ist ein kleiner verschlafener Fischerort im holländischen Friesland in der Provinz de Marne. Von dort aus sticht eine grosse Nordseekrabbenflotte in See um die Krabben zu fangen die im nahe gelegenen Zoutkamp in der der dortigen grössten Krabbenverarbeitungsfabrik veredelt zu werden. Zoutkamp war früher der direkte Hafen zur See. Es wurde aufgrund der Eindeichung im Jahre 1969 durch Lauwersoog abgelöst. Das durch die Eindeichung entstandene Lauwersmeer ist ein wunderschönes Binnenmeer welches als Naturschutzgebiet mit einer vielfältigen Vogelwelt und Eindruckstarker Landschaft aufwarten kann.
Hier haben Maike und Ich seit dem letzten Jahr auch unser kleines Boot #Ladigue  im Binnenhafen liegen. Dort verbringen wir das ein oder andere Wochenende zur Entspannung. Vor einigen Wochen wurde ich dann auf die Werbung für den Halvemarathon aufmerksam welcher am Kai des Seehafens von Lauwersoog startet um über Zoutkamp und Niekerk in Ulrum zu enden. Leider war nicht sicher ob wir zu diesem Termin auch am Hafen sein können – somit blieb eine spontane Entscheidung ob ich meinen ersten offiziell gezeiteten Halbmarathon laufen würde oder nicht.
Donnerstag Abend vor dem Lauf waren wir vor Ort so dass ich am Freitag meine Startunterlagen abholen konnte. Vorher hatte ich mir noch einen Mika Timing Chip gekauft der mich hoffentlich noch oft begleiten wird.
Der Lauf startet um 14 Uhr wie bereits erwähnt direkt am Hafen so dass ich nur über den Deich gehen musste um rechtzeitig dort zu sein. Die anderen Läufer werden von Ulrum per Shuttle an den Start gebracht. Mit Maike war vereinbart dass Sie im Ziel auf mich wartet um mich abzuholen.
Etwa 600 Sportler gingen an den Start – da ich ohne jegliches Ziel auf die Reise ging war für mich die Devise Erfahrungen zu sammeln und zu erleben was alles so in einem Wettkampf über diese Strecke mit mir passieren würde. Sehr warm war es an dem Tag und der Wind wehte mäßig. Also war wenig bis keine Kühlung unterwegs zu erwarten. Nicht zu schnell angehen.. dass habe ich oft gelesen. Also habe ich nach einiger Zeit einer Gruppe angeschlossen die annähernd die von mir als möglich zu erreichende Pace lief. Es hat mich aber gereizt auch den ein oder anderen Läufer zu überholen – also nahm ich mir als Ziel immer den Läufer / die Gruppe vor die direkt vor mir lief und versuchte dieses Ziel langsam aber stetig zu erreichen. Die freie schattenlose Strecke sorgte für reichlich Hitze und nach 10km merkte ich das auch deutlich.Die Versorgung auf der Strecke war prima organisiert und für einen solchen Lauf waren auch reichlich Zuschauer an der Strecke. Die Holländer haben da eine andere Einstellung wie es scheint. Nach etwa 15km liefen wir durch Zoutkamp – die tolle Stimmung wurde hier noch einmal verstärkt. Überall winkten sich die Menschen zu und wurden angefeuert.
Viele privat organisierte Verpflegungsstellen, Kinder mit Schwämmen sowie einige Musikgruppen ließen die Anstrengungen vergessen.  Nach Zoutkamp ging es denn wieder in die Landschaft – in viel Landschaft – so war ich dann auch die meiste Zeit mit mir allein und meinen kleinen Zielen vor mir. Ab km 18 dann wurde es dann zu einer Kopfsache. Nicht nachlassen und Tempo halten dachte ich wäre eine gute Idee. Die letzten paar Hundert Meter ging es dann wieder durch viele Zuschauer und gute Stimmung so dass der Zieleinlauf dann wieder unbeschwert erschien. Glücklich und zufrieden mit meinem ersten Halbmarathon schmeckte dann die sehr umfangreiche Zielversorgung gleich umso besser. Maike hat gewartet und ein schickes Bild geschossen und sich mit mir gefreut. Ein toller Lauf in familiärer Atmosphäre den ich wirklich jedem empfehlen kann.

Lauwersoog..Ulrum – 21,17 km – 2:06:04 – 05:57 min/km – 129 HM

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