Bremen Halbmarathon

2 Wochen war der Schnacker krank – jetzt läuft er wieder – was ein Dank.
Der Heimatlauf steht an. Über 6000 Starterinnen und Starter beim Bremen Marathon / Halbmarathon / 10km Lauf. Wieder eine grosse Racebooker Gemeinde und wieder ein Versuch mit Marko. 1:55 war angepeilt. Das Wetter hatte ein Einsehen und der Regen ließ pünktlich zum Start nach.
Ab dann reihte sich ein Fehler an den anderen.

1. Vergessen die Schuhe ordentlich zu zu binden so dass ich nach nicht mal 2 km nach binden musste – somit war Gas geben angesagt um Marko  wieder einzuholen.
Und 2. vergessen nochmal die Toilette zu besuchen. Dazu aber später.
Die anstehenden Kilometer liefen nach Plan und nach 12 Kilometern überholten wir Willi Lemke der mit seinen 70 Lenzen eine Super Figur auf der Strecke machte. Aus meiner Sicht war bis zu dem Zeitpunkt bereits die Versorgungslage durch die spärlichen Verpflegungspunkte angespannt. Die nach einiger Zeit früher am Morgen gestartenen Marathonis mit denen wir am Universum zusammen trafen hatten ja schon viel mehr in den Beinen und trafen dann auf diese Versorgungslücken. Unbegreiflich. Etwa 6km vor dem Ziel kommt es dann zu Stimmungs Höhepunkt an der Strecke – die Schlachte ist zu passieren – hier stehen viele Menschen an und über der Strecken und geben Richtig Gas. Vermutlich weil Sie selber bereits mächtig Gas an der Theke gegeben haben. Die Schlachte ist Bremens feine Kneipenmeile. Dann zu für viele wohl härtesten Abschnitt der Strecke. Auf dem Weg zum Weserstadion – wo der ehemals ruhmreiche SV Werder zu Hause ist – an der Weser weht immer ein ordentlicher Wind der doch stark an den Kräften zerrt. Ich merkte wie Marko Probleme bekam und ich versuchte unser Prima Tempo zu halten. Das ging auch wunderbar bis sich mein Fehler Nummer 2 bemerkbar machte. Beim Segelverein Weser bog ich rechts ab um unter ungläubigen Blicken einer Hundeliebhaberin die Vegetation zu wässern. Nun wieder Marko einholen und ordentlich Gas geben. Leider zerrte ich mir bei dem dafür nötigen Antritt die linke Wade und an einen geregelten Laufbetrieb war mein Körper nicht mehr interessiert. Durch das Weserstadion hindurch erinnerte ich mich dann am ersten Stand wo es Cola gab an die Tips von meinem Fussballkumpel Tom der mir in solcher Situation geraten hat die Kraft meiner Gedanke in die Hände zu leiten und so den Körper zu animieren einfach weiter zu laufen. Gesagt getan die Rampe den Osterdeich hoch, fast apathisch an den weiteren Verpflegungsstellen vorbei bis es endlich über die Obernstr. Richtung Ziel ging und dann auch dadurch. 21.9 km hatte ich zurückgelegt in 1:57:48. Marko habe ich dann im Ziel getroffen. Er hat mit 1:55:01 das Ziel eigentlich schon aber dann doch nicht erreicht. Schade aber das kommt sicher. Auch für mich.

 

 

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